Der „Weltsicherheitsrat der UNO tagte“ in Hildesheim
Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule schließen mit Studenten der UNI Hildesheim erfolgreich HiMUN-Projekt ab
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HiMUN nennt sich das Projekt, das von der Universität Hildesheim ausgerichtet wurde und 14 Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule und eine entsprechende Zahl von Studenten zusammenbrachte. MUN (Model United Nations) meint das modellhafte Nachspielen einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen mit Bezug auf ein aktuelles, die Welt bewegendes Thema. Die Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule hatten es so vom Oktober 2009 bis Ende Januar 2010 mit der Konfliktregion Afghanistan/Pakistan zu tun. Sie verwandelten sich in Delegierte der Länder, die gegenwärtig im Weltsicherheitsrat vertreten sind, und diskutierten während einer dreitägigen Abschlusssitzung mögliche Lösungen für diesen Konflikt. Bei dieser Sitzung stellten die Schüler und Studenten jeweils nach Ländern ihre „Draft resolutions“ vor. Am Ende gab es zwei Gruppen von Ländern, die den Konflikt zunächst recht unterschiedlich lösen wollten. Bei der Erörterung einigte sich der „Weltsicherheitsrat“ dann aber auf eine gemeinsame Linie. Dies beinhaltete den Abzug nach einigen Jahren, verstärkte humanitäre Hilfe und eine begleitende Konferenz von Ländern der Krisenregion. Diese Konferenz sollte in der Türkei stattfinden.
Für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule war in einer Besprechung zum Abschluss bedeutend, dass sie sich einer zweifachen Herausforderung stellen mussten: Es ging in vielen vorbereitenden Sitzungen um die Bearbeitung umfangreichen Textmaterials, das eine genaue Kenntnis der Konfliktlage in Afghanistan und Pakistan schaffen sollte. Und, wie im wirklichen Leben von UN-Delegierten in NEW YORK: Englisch war die Informations- und Verhandlungssprache während des Projekts. Die Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule betonten während der abschließenden Besprechung, dass die Anforderungen recht universitär waren, dass dies aber auch ein besonderes Qualitätsmerkmal des gesamten Projekts gewesen sei. Die Herausforderungen seien aber vor allem ein echter Ansporn gewesen. Vor allem die Zusammenarbeit der Schüler und Studenten wurde von den Beteiligten sehr gelobt. Neben der Sache stand der gegenseitige Ansporn im Mittelpunkt.
Zwei Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule werden in dem Projekt auf Bundesebene weiterarbeiten: Anjuli Braun und Christoph Reis (Jahrgang 12). Die Schule wird ihnen dafür alle Unterstützung geben. Der Schulleiter, Wilfried Kretschmer, der an der Abschlussbesprechung zu HiMUN 2009/2010 teilgenommen hat, hob ein Leitziel der Schule heraus: „Unsere Schule ist eine Leistungsschule: Leistungsschwächere sollen genauso gefordert werden wie die, die sehr leistungsfähig sind.“ – Die Robert-Bosch-Gesamtschule wird auch bei HiMUN 2010/2011 mit einer Schülerauswahl beteiligt sein.
Weltübergreifendes Netz der Weltkulturerbestätten
Der 13. Jahrgang eröffnet Ausstellung in der Eingangshalle
In knapp zwei Monaten werden die 100 SchülerInnen des 13. Jahrgangs der Robert-Bosch-Gesamtschule mit dem Abitur ihren ersten Bildungsabschnitt beenden und sich auf eine ungewisse Reise begeben. Mit der Ausstellung „Wege zum Weltkulturerbe und Weltnaturerbe“ haben die SchülerInnen die Möglichkeit, sich in der Schule, die nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass sie sich zu einzigartigen und vielfältigen Individuen entwickelt haben, ein letztes Mal zu präsentieren. Dabei werden die ebenso einzigartigen und vielfältigen Weltnatur- und kulturerbestätten insbesondere in Prag, Barcelona und Wien von ihrer besonderen Seite beleuchtet. In feierlicher Atmosphäre wurde diese Ausstellung am Mittwoch, den 03. März 2010 von den 4 verschiedenen Kursprofilen eröffnet.
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Entstanden sind die Arbeiten auf den Seminarfahrten, auf die sich die SchülerInnen Anfang des Schuljahres begeben hatten. Bunte und kreative Fotos, Kunstprojekte, Marionetten und Modelle schmücken nun die Eingangshalle. Auf diese Weise haben die Schüler es geschafft, das „weltübergreifende Netz der Weltkulturerbestätten“ nach Hildesheim zu bringen, betonte Schulleiter Wilfried Kretschmer in seiner Begrüßungsrede. Er freute sich, dass die Schüler so ein Stück zur Friedenserziehung beigetragen und die Toleranz gegenüber anderer Kulturen erkannt haben, welches beides Leitwerte der Robert-Bosch-Gesamtschule sind.
Im Anschluss eröffnete Jahrgangssprecher Dustin Gawenat die Veranstaltung und der Sprachenzweig begeisterte das Publikum mit seiner lebhaften und eindrucksvollen Darbietung zum Thema „immaterielles Weltkulturerbe“. Dabei kleideten sich einige Schülerinnen in der traditionellen Tracht ihres Themas und somit hatte das Publikum die Chance eine „Derwisch-Tänzerin“, sowie eine „Vertreterin des persischen Volkes“, die uns über den Kanon der Medizin aufklärte, zu betrachten.
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Anschließend ließen die Schüler des Kunstprofils von Frau Kersting die Zuschauer mit Hilfe einer Diashow in die zauberhafte Welt Wiens eintauchen. Diese wurde mit Fotos von SchülerInnen zusammengestellt, die diese während der Seminarfahrt im September 2009 vor Ort gemacht hatten.
An dritter Stelle kam der Gesellschaftszweig, dessen Hauptfächer Geschichte und Politik sind, zu Wort. Jerome Geisinger berichtete stellvertretend für seine Mitschüler, welche Themen seitens dieses Zweiges in die Ausstellung eingeflossen waren. Dabei nannte er zum einen die Seminarfahrt nach Prag, zum anderen hob er die Facharbeiten hervor, von denen viele am übergeordneten Thema „Weltkulturerbe“ orientiert waren. Einige SchülerInnen hatte es jedoch aus eigenem Interesse in ein anderes Themenfeld verschlagen, sodass insgesamt eine hohe thematische Bandbreite entstand. Am Ende des Beitrags führten zwei Schülerinnen ihren Film über das nationalsozialistische „Ghetto Theresienstadt“ vor, aus dem eindrucksvoll ersichtlich wurde, wie drastisch dessen propagandistisches Bild und die Wirklichkeit auseinanderklafften.
Dann folgte das Kunstprofil von Frau Mokosch. Auf einen unterhaltsamen Animationsfilm, in dem unter anderem das Computerspiel „Pacman“ aus Knetfiguren nachgestellt wurde, folgte eine beeindruckende Präsentation der im Unterricht erstellten, sorgfältig ausgearbeiteten, Marionetten. Diese orientierten sich, da auch dieser Zweig im Sommer in Wien gewesen war, unter anderem an Künstlern und Literaten, die im frühen 20.Jahrhunderts in Wiener Kaffeehäusern anzutreffen waren. Mit schwungvoller Musik im Hintergrund flanierten sie, gesteuert von den SchülerInnen, die sie gestaltet hatten, unter Applaus über die Bühne.
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Den Abschluss bildete der naturwissenschaftliche Zweig, der aufgrund seiner Barcelona-Reise, neben Plakaten zum Thema „Weltnaturerbe“, in der Ausstellung auch Barcelona und vor allem seine herausragende Weltkulturerbestätte, die Kirche „Sagrada Familia“ vorstellten. Der Beitrag zur Ausstellungseröffnung war das lehrreiche „große Welterbequiz“, in das alle anwesenden SchülerInnen und LehrerInnen aktiv miteinbezogen wurden und ihr Wissen über Weltkultur- und –naturerbe testen konnten.
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Tabea Hirche aus dem Kunstprofil, die den Ausstellungsaufbau koordiniert hatte, machte noch einige Anmerkungen über diesen und wünschte den Besuchern viel Spaß beim Begehen der Ausstellung, welche die Eingangshalle der Robert-Bosch-Gesamtschule noch einige Wochen schmücken wird.
Eines steht fest: Egal, wohin es die AbiturientInnen verschlägt – sie können stolz darauf sein, was sie in ihrer Schulzeit und insbesondere in der Oberstufe gelernt und geleistet haben.
Katharina Aschenbrenner und Nina Graßnick
Zentrum für aquatische Biologie eröffnet
Die Einladung zur Eröffnung des Zentrums für aquatische Biologie finden Sie hier.
In diesem Schuljahr eröffnet die Robert-Bosch-Gesamtschule ihr Zentrum für aquatische Biologie. In den ehemaligen Räumlichkeiten der Kraftfahrzeugwerkstatt sind jetzt die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Natur beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit aquatischen Lebensräumen. Die Exkursionen zum Schulteich, zu Seen in der Umgebung der Schule, Studienfahrten an die Ostsee und an das Mittelmeer werden hier vor- und nachbereitet. Außerdem finden die diversen Tauchaktivitäten hier ihren organisatorischen Ort. Und weitere biologische Unterrichtsangebote finden hier statt.
„Menschenschicksale“
Eine Ausstellung wider das Vergessen
Über 200 Schülerinnen und Schüler, darunter der gesamte 9. Jahrgang unserer Schule mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und Politikkurse der Oberstufe versammelten sich am Donnerstag, den 28. Januar, zu Anfang der dritten Stunde vor der Bühne in der Eingangshalle zur Eröffnung der Ausstellung „Menschenschicksale“. Thema dieser Ausstellung ist die Ausbürgerungspolitik, mit der die Nazis bestimmten, wer zur „Volksgemeinschaft“ dazugehörte und wer ausgegrenzt wurde. Das Bundesverwaltungsamt hat diese Ausstellung nach Originalakten erstellt.
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