| Management Information Game (MIG) des 11. Jahrgangs |
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Das Management Information Game (MIG) fand vom 14.-18. November 2011 für Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Robert-Bosch-Gesamtschule statt. Träger der Veranstaltung sind die Stiftung Niedersachsen Metall und die Bundesagentur für Arbeit. Veranstalter sind der Arbeitgeberverband im Bezirk Hildesheim und die Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH. Gastgeber der Veranstaltung und zugleich Veranstaltungsort war die Robert Bosch GmbH Hildesheim. Im Text sehen Sie Bilder der Ausstellung anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Robert Bosch GmbH, die momentan in der Eingangshalle der Robert-Bosch-Gesamtschule zu sehen ist.
Montag, 14.11.2011
Pünktlich um 7:45 Uhr erwartete uns der Jahrgangsleiter des 11. Jahrgangs, Herr Jäger, vor der Pförtnerstation bei Bosch. Um das Gefühl zu verstärken, in der Rolle eines Vorstandes zu stecken, war für diese Woche „Business-Kleidung“ vorgegeben. Als alle versammelt vor dem Eingang des Haupttores bei Bosch standen, übergab Herr Jäger jedem einen Besucherausweis für das Werk. In der Gruppe gingen wir gemeinsam mit dem MIG-Projektleiter Herrn Mätzold und Frau Filz von der Firma Bosch zu dem uns zugeteilten Gebäude. Nach einem ca. 5-minütigen Fußmarsch erreichten wir unser Arbeitsgebäude im Bereich der Ausbildungswerkstätten von Bosch. Dort erwartete uns bereits Herr Dr. Müller. Er begrüßte uns im Namen des gastgebenden Unternehmens und startete auch gleich im Anschluss mit einem Vortrag. Er machte uns mit den Unternehmenszielen und der besonderen Organisation der Robert Bosch GmbH, auch im Bezug auf Gewinne und die Robert Bosch Stiftung, vertraut. Nach diesem Vortrag hatten wir noch die Möglichkeit Nachfragen zu stellen. In einer kurzen Pause konnte wir einen Shop auf dem Werksgelände zu besuchen.
Als alle wieder aus der Pause zurück waren, folgte die Einführung in das bevorstehende Planspiel durch den Spielleiter Herrn Mätzold. Die Simulation der Jahresplanung für ein Geschäftsjahr umfasst u.a. Entscheidungen über Absatzziele, Expansion ins Ausland, Wareneinkauf, Kreditaufnahme, Mitarbeiter einstellen, … Und das alles mit sehr vielen Zahlen … Vor der Mittagspause einigten wir uns noch darauf, dass das Produkt, welches alle Unternehmen entwickeln, ein elektronischer Kleidungsberater sein sollte.
Der erste Tag endete für alle um 18:00.
Dienstag, 15.11.2011Um acht Uhr versammelten sich die Vorstände wieder in ihrem „Firmensitz“ bei Bosch. Pünktlich um acht begann der Informationsblock "Bilanz und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität", referiert von Herrn Neumann (Bosch). Im Anschluss daran konnten wieder jede Menge Nachfragen gestellt werden. Nach diesem Informationsblock folgte eine Frühstückspause. Gut gestärkt ging es mit dem nächsten Vortrag mit dem Thema Marketing weiter. Herr Gabor (Bosch) gab Tipps zum besseren "Vermarkten" von Produkten und zum Einsatz von Werbung. Informationen, die wir für unsere Präsentation am Donnerstag gut gebrauchen konnten. Im Anschluss an die Mittagspause referierten zwei Studenten von Bosch über "Duale Studiengänge". Sie stellten sich vor, erklärten die Besonderheiten eines Dualen Studiums und zählten Vorteile gegenüber normalen Studiengängen auf. Außerdem begannen unsere Arbeiten zur Produktentwicklung mit allen im Auftrag geforderten Funktionen. Jedes Unternehmen hatte das Ziel, das beste Produkt auf den Markt zu bringen und so den höchstmöglichen Absatz und Gewinn zu erzielen.
Mittwoch, 16.11.2011
Aufgrund der am Donnerstagabend stattfindenden Präsentation haben einige Gruppen noch eine Nachtschicht eingelegt.
Donnerstag 17.11.2011Am Morgen des vierten Tages konnten wir einem äußerst interessanten Vortrag über Aktien und Börse lauschen. Die Informationen, die wir hier erhielten, sollten der einen oder anderen Gruppe bei der Hauptversammlung am folgenden Tag noch sehr hilfreich sein. Außerdem erfuhren wir noch einiges über das Fertigungsmanagement bei großen Unternehmen. Zu großer Erleichterung kam es nach der Mittagspause, als der defekte Kaffeeautomat wieder seinen Betrieb aufnahm. Die anschließende Auswertung des letzten Geschäftjahres sorgte gleichermaßen für gute und schlechte Laune: Zum ersten Mal kam es zu deutlichen Unterschieden im Haushalt der Firmen. Eine anschließend, mitten in der Erarbeitung des Haushaltsplans für das kommende Jahr, stattfindende "Katastrophe" in Japan, führte bei allen zu weiteren Herausforderungen, Problemen und Stress beim Kalkulieren und Rechnen, da sich u.a. Rohstoffe verteuerten. Gleichzeitig mussten noch die Präsentationen fertig gestellt werden. Dies war die wahrscheinlich arbeitsintensivste Phase des Projekts. Am Abend begannen die Präsentationen.
Der Donnerstagabend war ein Highlight unserer MIG-Woche, denn wir konnten unserer Spezialprodukte – die elektronischen Kleidungsberater – präsentieren. Als Gäste waren Vertreter regionaler Wirtschaftsverbände, von mittelständischen Unternehmen und auch Herr Thomas aus der Geschäftsführung von Bosch in Hildesheim erschienen. Nachdem alle drei Unternehmen ihre Produkte vorgestellt und sich den Nachfragen souverän gestellt hatten, erhielten wir ein Feedback unserer Gäste über die Qualität von Produkt und Präsentation. Sie stimmte darüber ab, welches Produkt sie wohl bestellen würden. Dieses Ergebnis wirkte sich dann wieder auf die Geschäftsentwicklung im aktuellen Geschäftsjahr aus.
Nach diesem offiziellen Teil des Abends stürzten wir uns auf ein kleines Buffet. Bei Getränken und leckeren belegten Brötchen gab es Gelegenheit, sich mit den Gästen zu unterhalten, Fragen zu stellen oder selbst Auskunft zu geben. Diese Gespräche waren interessant und teilweise auch sehr intensiv. So ging dieser abwechslungsreiche und informative, aber auch sehr lange Tag, gegen 23:00 Uhr zu Ende.
Freitag, 18.11.2011Am letzten Tag dieser eindrucksvollen Woche waren wir wie gewohnt pünktlich um acht Uhr in unserem Raum und fingen an zu arbeiten. Alle Gruppen mussten sich noch auf die Hauptversammlung vorbereiten, um vor den Aktionären über die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre Rechenschaft abzulegen und ihre Entlastung, d.h. die Bestätigung der korrekten Arbeit des Vorstandes, beschließen zu lassen. Dies hört sich jedoch einfacher an, als es ist, denn Aktionäre wollen genau wissen, warum welche Entscheidung getroffen wurde. Am Ende wurde nur ein Vorstand entlastet. Für die beiden anderen Vorstände steht noch eine unabhängige Buchprüfung ins Haus …
Zum Abschluss haben wir uns gemeinsam über unsere Eindrücke, Erfahrungen und Erfolge, vor allem aber über das Gelernte unterhalten und ein Fazit gezogen:
Es war eine interessante, arbeitsintensive, ereignisreiche, tolle und motivierende Woche.
Danke!
Vielen Dank an die Robert Bosch GmbH in Hildesheim, die Stiftung Niedersachsen Metall, die Agentur für Arbeit und ihre Vertreter und Mitarbeiter, insbesondere an Herrn Thomas, Frau Filz und unseren Spielleiter Herrn Mätzold. |









