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Filmvorführung zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Drucken E-Mail

Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen hat die neugegründete UNESCO-Arbeitsgruppe am Dienstag, den 24. November, einen Filmvormittag im Thega-Filmpalast organisiert. Dort wurde dem 12. und 13. Jahrgang der Robert-Bosch-Gesamtschule der Film „Wüstenblume“ präsentiert, der sich mit dem Thema Frauenbeschneidung beschäftigt.
Der Film erzählt die Geschichte eines der bestbezahlten Models der Welt, Waris Dirie. Doch hinter dieser glamourösen Fassade verbirgt sich ein zutiefst bewegendes Schicksal. Die Prozedur der genitalen Verstümmelung wird weltweit von Muslimen und Christen praktiziert. Täglich werden nach Schätzungen der UNO 6.000 Mädchen Opfer dieses schlimmen Verbrechens. Dadurch, dass Waris Dirie mit ihrem Schicksal an die Weltöffentlichkeit trat, wurde die Genitalverstümmelung zu einem weltweiten Thema.
Dennoch überrraschte und schockierte der Film einige Schüler, wie zum Beispiel Ragni Mack, die „vorher noch nichts über dieses Thema wusste“. Auch Gisa Möllering sagt: „Der Film hat mich zutiefst bewegt.“ Jedoch war es für sie keine neue Thematik, denn sie ist eine von fünf Oberstufenschülerinnen, die in der neuen UNESCO-Gruppe mitarbeiten.
Diese Gruppe wird geleitet von Frau Wirth und trifft sich seit August diesem Jahres einmal wöchentlich. Sie ist eine Untergruppe des UNESCO-Teams der Robert-Bosch-Gesamtschule und beschäftigt sich insbesondere mit den Frauenrechten. Die Schülerinnen erachten es als wichtig diese Thematik der Schulöffentlichkeit näher zu bringen. Denn wie der Film „Wüstenblume“ verdeutlicht, werden die Frauenrechte immer noch zu wenig beachtet. Deshalb haben sie bereits Kontakt mit den Menschenrechtsorganisationen 'Terre des Femmes' und 'Target' aufgenommen. Für letztere ist für das nächste Jahr bereits ein Spendenlauf geplant, der vebunden sein soll mit einem Vortrag von Rüdiger Nehberg, dem Schirmherren von Target.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ - auch die der Frauen.

Nina Graßnick