Abitur nach 13 Jahren an der IGS?
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Neuer Erlass gibt Gründe für positiveren Blick in die Zukunft

Als vor ungefähr einem Jahr bekannt wurde, dass das niedersächsische Kultusministerium nun auch an Gesamtschulen das Abitur nach zwölf Jahren einführen will, reagierte die Robert-Bosch-Gesamtschule mit Unverständnis und Sorge: das „Turbo-Abi“ und die damit verbundene Komprimierung des Unterrichtsstoffes, die schon in den Jahrgängen der Unter- und Mittelstufe beginnen müsste, würde eine frühzeitige Aufspaltung der Klassengemeinschaft erzwingen, da die potenziellen Abiturienten, die „schnellen Lerner“, früher und stärker gefordert werden müssten.

Dabei würde das Integrative an der Gesamtschule verloren gehen  - und denen, die das Potenzial für einen Hochschulabschluss haben, jedoch mehr Zeit zum Lernen benötigen, würde das Abitur verwehrt bleiben.

Deshalb wurden unter anderem seitens der Robert-Bosch-Gesamtschule viele Aktionen durchgeführt, durch die die Befürchtungen und der Unmut von Lehrern, Eltern und Schülern zum Ausdruck gebracht wurde – wie zum Beispiel durch eine Postkartenaktion an das Kultusministerium oder eine von Schülern vorbereitete Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Gewerkschaften.

Zunächst sah es nicht so aus, als ob die Landesregierung in irgendeiner Weise ihren Beschluss überdenken würde.Doch nun gibt es den neuen Erlass des Kultusministeriums: Den Gesamtschulen soll es demnach möglich sein, das Abitur sowohl nach zwölf als auch nach 13 Jahren anzubieten. Auch bezüglich der Differenzierung in Leistungsgruppen soll es mehr Freiheiten für die Integrierten Gesamtschulen geben.

Anlässlich dieser interessanten Neuigkeiten führte Saskia Döhner von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung am 14. Januar mit unserem Schulleiter Wilfried Kretschmer und unserem Organisationsleiter und stellvertretendem Schulleiter Henning Rosahl ein Interview. Der darauf basierende Artikel erschien einen Tag später, am 15. Januar, auf der Titelseite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Katharina Aschenbrenner