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Weltübergreifendes Netz der Weltkulturerbestätten Drucken E-Mail

Entstanden sind die Arbeiten auf den Seminarfahrten, auf die sich die SchülerInnen Anfang des Schuljahres begeben hatten. Bunte und kreative Fotos, Kunstprojekte, Marionetten und Modelle schmücken nun die Eingangshalle. Auf diese Weise haben die Schüler es geschafft, das „weltübergreifende Netz der Weltkulturerbestätten“ nach Hildesheim zu bringen, betonte Schulleiter Wilfried Kretschmer in seiner Begrüßungsrede. Er freute sich, dass die Schüler so ein Stück zur Friedenserziehung beigetragen und die Toleranz gegenüber anderer Kulturen erkannt haben, welches beides Leitwerte der Robert-Bosch-Gesamtschule sind.

Im Anschluss eröffnete Jahrgangssprecher Dustin Gawenat die Veranstaltung und der Sprachenzweig begeisterte das Publikum mit seiner lebhaften und eindrucksvollen Darbietung zum Thema „immaterielles Weltkulturerbe“. Dabei kleideten sich einige Schülerinnen in der traditionellen Tracht ihres Themas und somit hatte das Publikum die Chance eine „Derwisch-Tänzerin“, sowie eine „Vertreterin des persischen Volkes“, die uns über den Kanon der Medizin aufklärte, zu betrachten.

Anschließend ließen die Schüler des Kunstprofils von Frau Kersting die Zuschauer mit Hilfe einer Diashow in die zauberhafte Welt Wiens eintauchen. Diese wurde mit Fotos von SchülerInnen zusammengestellt, die diese während der Seminarfahrt im September 2009 vor Ort gemacht hatten.

An dritter Stelle kam der Gesellschaftszweig, dessen Hauptfächer Geschichte und Politik sind, zu Wort. Jerome Geisinger berichtete stellvertretend für seine Mitschüler, welche Themen seitens dieses Zweiges in die Ausstellung eingeflossen waren. Dabei nannte er zum einen die Seminarfahrt nach Prag, zum anderen hob er die Facharbeiten hervor, von denen viele am übergeordneten Thema „Weltkulturerbe“ orientiert waren. Einige SchülerInnen hatte es jedoch aus eigenem Interesse in ein anderes Themenfeld verschlagen, sodass insgesamt eine hohe thematische Bandbreite entstand. Am Ende des Beitrags führten zwei Schülerinnen ihren Film über das nationalsozialistische „Ghetto Theresienstadt“ vor, aus dem eindrucksvoll ersichtlich wurde, wie drastisch dessen propagandistisches Bild und die Wirklichkeit auseinanderklafften.

Dann folgte das Kunstprofil von Frau Mokosch. Auf einen unterhaltsamen Animationsfilm, in dem unter anderem das Computerspiel „Pacman“ aus Knetfiguren nachgestellt wurde, folgte eine beeindruckende Präsentation der im Unterricht erstellten, sorgfältig ausgearbeiteten, Marionetten. Diese orientierten sich, da auch dieser Zweig im Sommer in Wien gewesen war, unter anderem an Künstlern und Literaten, die im frühen 20.Jahrhunderts in Wiener Kaffeehäusern anzutreffen waren. Mit schwungvoller Musik im Hintergrund flanierten sie, gesteuert von den SchülerInnen, die sie gestaltet hatten, unter Applaus über die Bühne.

Den Abschluss bildete der naturwissenschaftliche Zweig, der aufgrund seiner Barcelona-Reise, neben Plakaten zum Thema „Weltnaturerbe“, in der Ausstellung auch Barcelona und vor allem seine herausragende Weltkulturerbestätte, die Kirche „Sagrada Familia“ vorstellten. Der Beitrag zur Ausstellungseröffnung war das lehrreiche „große Welterbequiz“, in das alle anwesenden SchülerInnen und LehrerInnen aktiv miteinbezogen wurden und ihr Wissen über Weltkultur- und –naturerbe testen konnten.

Tabea Hirche aus dem Kunstprofil, die den Ausstellungsaufbau koordiniert hatte, machte noch einige Anmerkungen über diesen und wünschte den Besuchern viel Spaß beim Begehen der Ausstellung, welche die Eingangshalle der Robert-Bosch-Gesamtschule noch einige Wochen schmücken wird.

Eines steht fest: Egal, wohin es die AbiturientInnen verschlägt – sie können stolz darauf sein, was sie in ihrer Schulzeit und insbesondere in der Oberstufe gelernt und geleistet haben.

 

Katharina Aschenbrenner und Nina Graßnick