| Frauenrechte/Mädchenrechte |
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Die AG Frauen- und Mädchenrechte entstand im September 2009 aus einer spontanen Initiative von Schülerinnen der Oberstufe unter Betreuung der Lehrerin Stephanie Wirth.
In diesem Schuljahr arbeiteten Schülerinnen aus dem 12. und dem 10. Jahrgang engagiert an Fragen und Projekten zu Frauen- und Mädchenrechten in aller Welt, vor allem aber in Afrika. In einzelnen Projekten arbeiteten von Fall zu Fall weitere Schülerinnen mit, so z. B. bei einer Lesung zum Thema Genitalverstümmelung auch aus dem 13. Jahrgang. Probleme von Frauen und Mädchen (nicht nur) in Afrika - u. a. Zwangsehen, Zwangsprostitution und Frauenhandel wurden als Themen behandelt. Sie reichten von grundsätzlicher Bedeutung, wie z. B. Gewalt gegen Frauen und Mädchen bis hin zur aktuellen Diskussion über Frauen in Führungspositionen. Ein Schwerpunkt wurde auch auf Genitalverstümmelung gelegt.
Bei den zwei Großprojekten im Schuljahr 2010/2011 handelte es sich zum einen um eine szenische Lesung zum Thema Genitalverstümmelung, die im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und mit außerschulischen Partnern in der City-Kirche durchgeführt wurde. Zur Vorbereitung wurden mehrere Theaterworkshops organisiert und gemeinsam Texte erstellt. Zum anderen ist die Mitarbeit bei dem derzeitigen Großprojekt der RBG und der UNESCO-Gruppe zu nennen, der Bau einer Krankenstation in Tansania. Bei diesem Projekt soll Aufklärungsarbeit gegen Genitalverstümmelung geleistet werden. Ein Ziel ist es diese Praktik aus der Welt zu schaffen, die in Massairegionen zu einem erschreckend hohen Prozentsatz vorkommt.
Die Arbeit der AG setzt einen wesentlichen Aspekt des Leitbildes der Schule um, den Schwerpunkt auf Menschenrechtserziehung. Sie leistet dabei auch vor allem einen ganz wesentlichen inhaltlichen Beitrag zur UNESCO-Arbeit der Schule. Die nicht nur jahrgangs-, sondern auch stufenübergreifende gemeinsame Arbeit der Schülerinnen ist von großer Nachhaltigkeit. Sie ist auch geeignet, die Schule, ihre Ziele und die Arbeit in verschiedenen Bereichen nach außen zu repräsentieren. Von dem Engagement der Schülerinnen profitieren die Mitschüler und -schülerinnen in vielfältiger Weise: Information, Multiplikatorenfunktion, Sensibilisierung und Engagement als gelebtes Beispiel.
Zur Zeit wird an dem Thema Frauenhandel und Zwangsprostitution gearbeitet. Dies soll im Herbst in eine Podiumsdiskussion münden.
Stephanie Wirth |







Engagement und Ergebnisse der AG-Arbeit wurden und werden in vielfacher Form in die Schul- und allgemeine Öffentlichkeit getragen. Das begann mit einer Informationskampagne und der Organisation einer Vorführung des Films „Wüstenblume“ für den gesamten 12. Jahrgang der Schule im Kino Thega in Hildesheim, um die Schülerinnen und Schüler für das Thema weiblicher Genitalverstümmelung zu sensibilisieren und setzte sich fort mit einer Unterschriftensammlung zur Aufnahme der Behandlung von Folgen weiblicher Genitalverstümmelung in den Katalog der Krankenkassen. Zugunsten von Terre des Femmes und des Vereins Raffael, die sich u. a. für die Aufklärung gegen Genitalverstümmelung engagieren, wurden Spendenaktionen durchgeführt. Zusammen mit der Schüler/innenvertretung gab es z. B. Stellwände zu Anlässen wie dem Weltfrauentag.


