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Der 13. Jahrgang besucht Bremerhaven Drucken E-Mail

 

Am 25. Januar 2012 machte der Abiturjahrgang der RBG zweierlei Reisen. Zum einen eine Reise zurück in die Zeit der Auswanderungen vieler Menschen Richtung Übersee. Zum anderen eine Reise durch die verschiedenen Klimazonen unserer Erde. 

Dazu stiegen wir in aller Frühe in den Bus und machten uns auf den Weg nach Bremerhaven, denn dort warteten das Auswandererhaus und das Klimahaus auf uns. Gebührend der Millionen Menschen, die im 19. und 20. Jahrhundert von Europa vor allem Richtung USA auswanderten, errichtete man ein Museum an einem Knotenpunkt der damaligen Auswanderungswellen, in Bremerhaven. Das Haus machte es sich zur Aufgabe, sowohl allgemein als auch ganz persönlich die Geschichte der Auswanderungen für alle zugänglich in dem Museum am Hafen Bremerhavens auszustellen. 

Aufgeteilt in zwei Gruppen, besuchte meine zuerst dieses Museum. Jeder Besucher bekam zunächst einen ganz persönlichen Auswanderer zugeordnet, dessen Geschichte er auf dem Weg durch das Auswandererhaus interaktiv verfolgen konnte. Die Räume des 2007 als „European Museum of the Year“ ausgezeichneten Hauses beinhalteten absolut authentische Gegenstände, oftmals original aus dem 19. oder 20. Jahrhundert erhalten. Verblichene Tagebücher, alte Koffer und Reisehüte waren überall im Museum liebevoll zur Schau gestellt. Die Reise führte uns entlang eines Schiffsanlegers, an dem Menschen, verkörpert durch Wachsfiguren, auf den Einstieg ins Schiff und somit den Beginn eines neuen Lebens warteten. Auch wir Besucher betraten schließlich das Schiff und besichtigten die Kajüten der Passagiere aus der 3. Klasse. In der 3. Klasse zu verreisen, war zwar der billigste Platz auf dem Schiff, trotzdem aber für viele unbezahlbar. Wir Schüler konnten uns die Leiden der Menschen nur zu gut vorstellen, als wir durch die Schiffsräume gingen und die Enge und Dunkelheit am eigenen Körper wahrnahmen. Hin und wieder begegnete man kleinen Stationen, an die man seine Eintrittskarte halten konnte und so über die individuelle Reise seines Passagiers in Kenntnis gesetzt wurde. Auch dies ein Mittel, durch welches wir uns ganz persönlich mit den Geschichten der Auswanderung auseinander setzten.

 

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Am Ende der Zeitreise waren wir uns alle einig: vor allem die authentische Atmosphäre, die Identifikationsmöglichkeit mit unserem persönlichen Passagier und die original erhaltenen Gegenstände haben das Museum zu einem ganz persönlichen Erlebnis gemacht. 

Anschließend wechselten die Gruppen ihre Aufenthaltsorte und wir betraten das Klimahaus, welches nur einige Schritte entfernt auf uns wartete. Man versprach uns hier einen Einblick in die verschieden Klimazonen unserer Erde, nicht ohne auch die Temperatur eine Rolle spielen zu lassen. Die Vorwarnung lautete: Die Durchschnittstemperatur beträgt 30°C. Enttäuscht wurden wir in dieser Hinsicht nicht. Los ging es mit einer kleinen Einführung in die vor uns liegende Reise. Wir würden den Breitengrad 8° Ost von Europa über Afrika bis hin zur Antarktis verfolgen und dabei Halt in einigen Ländern machen. Schon bald stellte sich heraus, dass das Klimahaus mit seinen unzähligen Räumen kaum in den zwei uns zu Verfügung stehenden Stunden vollends zu entdecken war. Lauter kreative Details warteten in jedem Raum auf uns und ließen sich kaum alle bestaunen. Ob Filme von Einheimischen der einzelnen Länder, Fische in riesigen Aquarien oder der Lauf durch einen nachempfundenen Urwald bei Nacht - für jeden Besucher war eine interessante Attraktion dabei. Die individuell nach jedem Land unserer Weltreise ausgerichteten Temperaturen ließen unser Erlebnis noch authentischer erscheinen. Vor allem ein Raum faszinierte uns Schüler besonders. Dieser war nur leicht beleuchtet durch hunderte Sterne, die von der Decke hinab blitzen. Bei ruhiger Musik verbrachten viele von uns ihre Zeit in dieser entspannten Atmosphäre und setzen sich auf einen der vielen bequemen Bänke. Am Ende der Reise, nachdem jeder Schüler viele neue Einblicke in die Vielfältigkeit unseres Planeten gewonnen hatte, wartete noch eine besondere Exkursion auf uns. Vier Etagen, jede einem der vier Elemente gewidmet, und mit der Möglichkeit Feuer, Wasser, Luft und Erde mal ganz neu kennenzulernen. Mit vielen neuen Eindrücken und Sichtweisen verließen wir schließlich das Klimahaus, stiegen in den Bus, um die Heimreise anzutreten und erinnerten uns noch das ein oder andere Mal an die vielfältigen Impressionen des zurückliegenden Tages.

 

Louisa Stickelbruck