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Fachbereichsleitung

 

Der Fachbereich Religion / Werte und Normen wird geleitet von

Felicitas Nölle-Ranke,

Ulrike Salewski und
 Christoph Dommnich (v. l. n. r.)

Tel. (05121) 301-8622
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Felicitas Nölle-RankeChristoph Dommnich

 

 

Informationen über den Fachbereich

 

Der Religions- und Werte- und Normenunterricht vermittelt grundlegende Kompetenzen religiöser Bildung. Im Rahmen des UNESCO-Schulprofils ist er dem interreligiösen Dialog verpflichtet und berücksichtigt durch seine konfessionell-kooperative Anlage in besonderer Weise das Ziel der Völkerverständigung.

Die Schüler lernen ihre eigenen religiösen Wurzeln kennen, setzen sich mit anderen Glaubensvorstellungen und Weltanschauungen auseinander und können so die Vergewisserung der eigenen Identität entwickeln. Um existenzielle Erfahrungen zu verarbeiten, vermittelt der Unterricht religiöse Deutungsmöglichkeiten und überprüft sie auf ihre Plausibilität.

Einige Unterrichtsbeispiele:

Die Schüler erkunden die unterschiedlichen Kirchen von evangelischen und katholischen Christen und die Moschee der Muslime in der unmittelbaren Nachbarschaft in der Nordstadt. Kontakte zur jüdischen Gemeinde bestehen über den Hildesheimer interreligiösen Arbeitskreis "Abrahams Runder Tisch" und zum buddhistischen Kloster in Hannover durch Besuche der Chùa-Pagode.

 

 

Auf diese Weise lernen die Schüler, sich mit anderen religiösen Überzeugungen begründet auseinanderzusetzen und mit Angehörigen anderer Konfessionen bzw. Religionen respektvoll zu kommunizieren und zu kooperieren.

In der Unterrichtseinheit "Feste und Feiern bei uns und in anderen Kulturen" lernen die Schüler Toleranz und Respekt für das jeweils Fremde. An Feiertagen wie dem Reformationstag oder dem Buß- und Bettag haben die Schüler die Möglichkeit, einen Schulgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche zu besuchen. Auf diese Weise können Schüler religiöse Praxis beschreiben, probeweise gestalten und ihren Gebrauch reflektieren. Auch erkennen die Schüler so Grundformen religiöser Sprache wie das Gebet oder Bekenntnis und können sie unterscheiden und deuten.

 

 

Im 6. Jahrgang wird ein "Internationales Kinderfest" gefeiert als Abschluss der Unterrichtseinheit "Komm mit nach Afrika", in der die Schüler eine ihnen fremde Kultur kennen lernen und erfahren, dass Gerechtigkeit, Solidarität und Bewahrung der Natur eine Zukunftsaufgabe für die Menschen in der einen Welt sind. Der Erlös des Festes kommt der Partnerschule in Ihanja/Tansania zu.

 

 

Soziales Lernen wird beispielhaft in der Unterrichtseinheit "Diakonie" gefördert durch Kontakte zu sozialen Einrichtungen vor Ort wie Altenheimen, Kindergärten, Behinderten- und Obdachloseneinrichtungen. Die Schüler erkennen praxisnah religiöse Grundideeen wie Nächstenliebe, Menschenwürde und Gerechtigkeit als Grundwerte und können sie in gesellschaftlichen Konflikten als Argumente erkennen (wie z.B. bei Fragen der aktiven Sterbehilfe, Abtreibung etc.).

Wo es sich anbietet, wird fächerübergreifend gearbeitet: im 9. Jahrgang beim Thema Judentum und Nationalsozialismus mit den Fächern Gesellschaft und Deutsch. Beim Vergleich von Sabbat und Sonntagspraxis erkennen die Schüler den religiösen Hintergrund gesellschaftlicher Traditionen und Strukturen und können ihn darstellen. Sie lernen, religiöse Motive und Elemente in der Kultur zu identifizieren, ideologiekritisch zu reflektieren und ihre Bedeutung zu erklären.

In Klasse 10 entstand im Jahr 2007 in Zusammenarbeit mit dem Verein für Suizidprävention e.V ein "Krisen"-Labyrinth.

Insgesamt stellen diese Inhalte einen wichtigen Teil der in der Schulordnung verankerten Ziele der Friedenserziehung, Völkerverständigung und des verantwortungsvollen Umgangs mit der natürlichen Umwelt dar.