| Auf der Suche nach den letzten Tümmlern |
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Schülerinnen erforschen SchweinswaleAn einem Morgen im September 2008 packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg in Richtung Norden. Nach einer fünfstündigen Autofahrt erreichten wir unser Ziel: den Campingplatz auf der dänischen Insel Årø. Der Grund unseres viertägigen Aufenthalts im Königreich Dänemark, war die Informations- und Materialbeschaffung für unsere Jugend-forscht-Arbeit zum Thema ’Die Population der Schweinswale im Kleinen Belt’.
Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See fuhren wir am Samstagmorgen mit dem Motorboot der Schule auf den ’Kleinen Belt’ hinaus. Wir observierten das gesamte Küstengewässer rund um die Insel Bågø und waren sehr erfolgreich. An diesem Tag bekamen wir immer wieder fünf verschiedene Tiere zu Gesicht - und vor die Kamera! Sobald wir einen Kleinen Tümmler gesichtet hatten, fuhren wir langsam an ihn heran, notierten das Verhalten des Tieres, die Anzahl der Tiere, sowie Uhrzeit und Ort der Sichtung. Insgesamt verbrachten wir sechs Stunden auf dem Motorboot und konnten feststellen, dass die Kleinen Tümmler morgens (zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr) sehr aktiv waren, hin- und herschwammen und sich meistens in Paaren aufhielten. Nachmittags hingegen trafen wir sie überwiegend einzeln an, sie tauchten seltener auf und legten weitere Strecken unter Wasser zurück. Dies lässt vermuten, dass die Schweinswale morgens einfach nur herumschwimmen und nachmittags auf Nahrungssuche gehen. Die Beobachtung der Schweinswale machte sehr viel Spaß, da wir oft die Tiere aus der Nähe betrachten konnten. Einmal schwamm sogar einer nur in ein Meter Entfernung an unserem Boot vorbei und sprang direkt danach aus dem Wasser – grandios - ! Zwischendurch besorgten wir neues Benzin in Assens, einer 800 Jahre alten Kaufmannstadt auf der Insel Fünen.
Am Montag verstauten wir alles im Auto und machten uns auf den Weg nach Hause. Jedoch fuhren wir vorher noch nach Middelfart, um uns dort mit einer Mitarbeiterin des Walfangmuseums zu treffen. Im 19. Jahrhundert war die Jagd auf den Schweinswal dort sehr populär, so erlegten die so genannten ‚Gilden’ bis zu 800 Tiere pro Winter auf dem ‚Kleinen Belt’. Nach einer einstündigen sehr informativen und netten Führung durch das Museum, tauschten wir unsere Emailadressen aus, um mit dem Museum in Kontakt zu bleiben und verließen schließlich Middelfart.
 Mechthild Lütge und Nina Graßnick |







Gut gestärkt ging es am Sonntag erneut auf Schweinswaltour. Jedoch hatte sich über Nacht das Wetter verändert, ein frischer Wind war aufgekommen. Das Finden von Schweinswalen bei diesen Wetterverhältnissen stellte sich als schwieriges Unterfangen heraus. Somit steuerten wir nach zwei Stunden Wedellsborg an. Hier befindet sich das gleichnamige Schloss Wedellsborg, welches ca. 500 Jahre altes Mauerwerk besitzt. Der heutige Besitzer von Wedellsborg, Lehnsherr Bendt Wedell, ist ein direkter Nachkomme von Wilhelm Friedrich von Wedell, der vor mehr als 300 Jahren dem Bauwerk seinen Namen gab. Da das Schloss ein privater Wohnsitz ist, konnten wir es leider nicht besichtigen. Dennoch bekamen wir gute Einblicke in die dänische Lebensweise, Kultur und Geschichte.




