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Erste Medientagung für 96-Partnerschulen Drucken E-Mail

Text der Schülerin Antonia Hillberg zur Medientagung

Am 8.11.2011 fand bei Hannover 96 zum ersten Mal der  Medientag statt. Während dieses Medientages gab es für die Teilnehmer - Schüler der Partnerschulen - verschiedene Vorträge und ein Interview mit zwei Spielern von Hannover 96.
Zuerst gab es einen Vortrag zum Thema neue Medien bei Hannover 96. In diesem Vortrag wurde erläutert wie der Verein seine Website, seine Facebook-Seite und seine Twitter-Seite nutzt. Die beiden Social-Networks werden vorrangig für Kontakt mit Fans genutzt.
Nach diesem Vortrag gab es einen zweiten zum Thema „Wie funktioniert eine Pressekonferenz“    eine PR-Schulung. Dieser Vortrag wurde vom Akademieleiter der Dr. Buhmann Schule gehalten und gab sehr viele praktische Informationen.
Danach kam die Pressekonferenz mit den Spielern Moritz Stoppelkamp und Konstantin ,,Kocka“ Rausch. Alle Teilnehmer konnten Fragen stellen und so kam es zu einer Mischung vieler Fragen... Die beiden spielen zum Beispiel gerne.

Antonia Hillberg, 8.3

 

Am V.I.P.-Eingang/Ost nahm uns Thomas Wingenfeld, verantwortlich für Jugend- und Sozialprojekte von Hannover 96, sehr herzlich in Empfang und führte uns in den Pressekonferenz-Raum der AWD-Arena. Die Schüler, größtenteils Fans des Fußballclubs, waren sehr aufgeregt, wussten sie doch (was man natürlich auch hören konnte), dass ihre Stars in der Nähe waren, um zu trainieren.  

Hannover 96 hat 96 Partnerschulen. Da die Anfragen so groß sind, soll auf 115 aufgestockt werden, weil der Verein in diesem Jahr 115 Jahre alt ist. Demzufolge soll jedes Jahr eine neue Schule hinzukommen.

Zur ersten Medientagung für 96-Partnerschulen wurden einige dieser Partnerschulen ausgewählt. Und wir waren dabei! Da pro Schule ein Schüler wie auch ein Betreuer an der Tagung teilnehmen durften, machten wir uns, Antonia Hillberg, 13 Jahre und Redaktionsmitglied unserer Schülerzeitung, und ich, Marita Eickmeyer, Schulassistentin und u.a. zuständig für unsere Homepage, am Morgen des 8.11.2011 auf den Weg in die Landeshauptstadt. Ein spannender und interessanter, weil sehr informativer, Tag beim erfolgreichen Bundesligasportverein Hannover 96 nahm seinen Anfang.

Nachdem wir im PK-Raum Platz genommen hatten, begrüßte uns Thomas Wingenfeld und stellte die Idee dieser Medientagung vor. Die eingeladenen Schülerinnen und Schüler sollten auf die anstehende Pressekonferenz  vorbereitet werden. Dazu wurde allgemein über die Medienarbeit des Vereins berichtet (Thomas Wingenfeld), dann ging man im Einzelnen auf die neuen Medien ein (Oliver Rickhof, Leiter der Online-Redaktion) und kam dann über die PR-Schulung zur Vorbereitung auf die PK durch Matthias Limbach, Akademieleiter der Dr. Buhmann Schule, zur Schülerpressekonferenz. Seitens Hannover 96 wurde diese schlussendlich von Moritz „Stoppel“ Stoppelkamp, Konstantin „Kocka“ Rausch und dem Pressesprecher Alex Jacob, der die Pressekonferenzen stets moderiert und ggf. eingreift, so die Fragen die Grenzen des Respekts überschreiten, bestritten.

Respekt - das ist ein wichtiger Begriff (natürlich nicht nur!) im Fußball. Und so ging man auch bei dieser ersten Medientagung miteinander um. Respektvoll, freundlich, aber bestimmt - und sehr höflich.

Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft!

Thomas Wingenfeld wies uns auf die Bedeutung der Sponsoren hin, die unterstützend in die vier Sparten

 

  • Gesundheit und Ernährung
  • Sucht- und Gewaltprävention
  • Anti-Rassismus und Integration
  • Berufsorientierung

 

eingreifen.

So kann man sich unter www.die-roten-kommen.de zum Beispiel als Einlauf- oder Spalierkind anmelden.

Das Motto „Vereint für Hannover“ symbolisiert die Förderung von sozialen und gesellschaftlichen Projekten. So fließt z.B. der Erlös aus dem Verzicht auf das Pfandgeld für die Trinkbecher im Stadion in ein Projekt in Afrika. Oder die Sponsoren zahlen beim Laternenumzug am 11.11., ausgehend von der Oper bis hin zur Arena, pro teilnehmendem  Kind 2 € für einen guten Zweck…

Sehr professionelles und vor allem nachhaltig soziales Engagement! (Tu Gutes und sprich darüber!)

Zur Fotogalerie

 

Oliver Rickhof, Chef einer super funktionierenden Online-Redaktion - wir konnten uns directement von der Schnelligkeit der Homepagearbeit überzeugen - bestach durch seine „polyglotte“ Eloquenz und sein Know-How in den so genannten Neuen Medien. Er erzählte ein wenig über die redaktionelle Arbeit, dergestalt, dass es in dieser emotionalen Branche um eine besondere Form der Berichterstattung geht wie dem Live-Ticker während der Spiele oder dem Spielbericht, der während des Spiels geschrieben und danach rasch fertig und auf die Homepage gestellt wird. Oder es werden live and direct via i-Phone und anderer modernster Technik Berichte über die Trainingslager geliefert. Denn das Private, das Besondere, das, was zwischen den Spielen geschieht und was den umjubelten Star ein wenig greifbarer macht und näher bringt, ist ja das, was der wahre Fan wissen will.

Auch die mobilen Internetseiten für i- und Smart-Phones werden in der Online-Redaktion gepflegt. Die sitzt übrigens inmitten aller anderen Abteilungen des Hauses Hannover 96, sodass alles direkt in diesen einen Kanal fließt, der dann die Informationen an entsprechender Stelle platziert.

Des Weiteren zeigte uns Oliver Rickhof den Unterschied zu vormals WEB 1.0 zu WEB 2.0 auf. Bei ersterem wurden einkanalige Informationen gestreut, das zweite hingegen legt den Focus auf die Internet-Gemeinschaft: jeder User kann mit dem Verein in Kontakt treten. Und, da man sehr schnell in diese Interaktion treten will und muss in diesen schnelllebigen Zeiten, kommen die so genannten Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter und Konsorten auf’s Tapet der Homepage.

Demzufolge baut sich diese auf in Emotion, Information und Interaktion. Um zum letzten Punkt zu kommen, scrollt man auf der offiziellen Webseite von Hannover 96 nach unten und landet somit auf direktem Weg bei Facebook, Twitter und U-Tube, den drei bedeutendsten sozialen Social Media Kanälen derzeit.

Es gilt natürlich, diese sozialen Netzwerke zu eigenem Zweck zu nutzen. So hat man via Facebook z.B. die Entscheidung über ein neu einzuführendes T-Shirt von den Fans fällen lassen oder man hat einen Wettbewerb ausgerufen: Auf Nach Europa! Schickt, was euch mit Europa verbindet. Gewonnen hat ein Bild von Ines Schiermann aus Hannovers Oststadt, „Crazy about Europe“ (s. Bild links).

Übrigens sehr aktuell und stellvertretend für diese chaotischen Zeiten.

Aktuelles, besser Brandaktuelles, bietet Hannover 96 durch die Pressekonferenzen, die 2-3 Tage vor und direkt nach dem Spiel, nach einem Transfer oder bei anderen besonderen Gelegenheiten, z.B. zu Beginn der Saison, stattfinden. Matthias Limbach von der Fachakademie Dr. Buhmann Schule löste nun Oliver Rickhof ab, um die Schüler auf die immer näher rückende Schülerpressekonferenz vorzubereiten.

 

 

In einem regen Gespräch wurden Fragen wie:

 

  • Wie bereite ich mich auf eine PK vor?
  • Warum und wann finden PKs statt?
  • Wer nimmt daran teil?
  • Welche Art von Fragen wird gestellt?
  • Was sind die Vor-, was die Nachteile einer PK?

 

gestellt. Und Antworten gegeben wie:

 

  • Ich trage erst einmal all die Informationen zusammen, die es bereits gibt. Das Internet macht’s schnell möglich. Aus dieser vorbereiteten Recherche stelle ich für mich einen Fragenkatalog zusammen, je nach Intention meines Artikels.
  • Warum PKs? Damit z.B. der Trainer nach dem Spiel nicht jedem einzelnen Reporter die Fragen beantworten muss. So stellt er sich dem Gros der Journalisten; Exklusivinterviews für die großen Fernsehsender werden natürlich andernorts (man kennt das ja aus der Sportschau) gegeben. Und natürlich gilt es auch hier, gegebene Möglichkeiten für sich, bzw. für den Verein zu nutzen. So kann man vielleicht Dinge klar stellen und Gerüchte aus dem Weg räumen. Das sollte natürlich alles offen und ehrlich sein. Jeder Fußballinteressierte kennt die leidigen Fragen, ob ein Trainer ausgewechselt werden solle, die mit häufig mit „Nein, wir halten an unserem Trainer fest“ beantwortet werden und kurz darauf, bei der nächsten Niederlage, fliegt er. Das wiederum mag ich überhaupt nicht und finde das respektlos und unehrlich. Lieber schweigen als lügen! (Kleiner Exkurs in das geballte Fußballhalbwissen). Und: Wann eine PK? S.o.
  • Auf der einen Seite Alex Jacob, der 96-Pressesprecher, der als Moderator fungiert und neben ihm entweder nur der Trainer oder Spieler nebst Trainer oder andere Verantwortliche, die erste Statements abgeben können.
  • Es gibt offene und geschlossene Fragen. Leicht vorstellbar, bietet die offene Frage Raum für längere, erklärende und freie Antworten, wobei die geschlossene mehr oder weniger mit einem Ja oder Nein zu beantworten ist. Und, wie eingangs bereits erwähnt, Fragen können kritisch und auch mal unangenehm, müssen aber respektvoll sein und die Privatsphäre des Gegenübers akzeptieren.
  • Der Vorteil einer PK ist, dass sie eine gute Plattform für Fragen bietet. Der Nachteil besteht darin, dass der „normale“ Sportreporter von Zeitung, Radio-, TV- und Online-Diensten keine Exklusiv-Interviews mehr bekommt.

Antonia Hillberg und Marita Eickmeyer // Z ur Fotogalerie

 

Nach so viel Theorie, die uns allen jedoch nicht langweilig wurde, bietet Matthias Limbach nun den Schülerreportern Gelegenheit, die vorbereiteten Fragen zu stellen. Schnell war klar, alle hatten ihre Hausaufgaben gemacht.

Somit konnte die Schülerpressekonferenz beginnen.

Nun wurden die Kameras aufgebaut, denn die PKs werden archiviert und die Spieler, Moritz Stoppelkamp und Konstantin Rausch, wie auch der Moderator Alex Jacob nahmen hinter den Mikros Platz, um sich den Fragen zu stellen.

Es wurde nach den Berufswünschen der Spieler gefragt und „Stoppel“, der mit seinem eigenen Humor bestach, meinte, er wolle Jacobs Nachfolger werden, wenn es mit der Spielerkarriere vorbei sei. Dass er Verantwortung übernehmen kann, beweist er zur Zeit als Kassenwart. Gemäß eines Strafenkatalogs notiert „Stoppel“ die Sündigen, um somit für Disziplin und Ordnung im Kader zu sorgen. Ihre Freizeit gestalten sie mit Kinobesuchen, Essen gehen, Filme gucken, vor allem aber wohl Playstation spielen. Und gern wohl auch gemeinsam.

Schön, die Freundschaft zwischen den beiden jungen Spielern zu erleben!

Schlag auf Schlag ging es weiter:

 

  • Wie ist es, in der Europaleague zu spielen?
  • Wohin reist ihr am liebsten?
  • Habt ihr schon in der Grundschule Fußball gespielt?
  • Besteht ein Unterschied beim Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Kontrahenten? Es gibt keinen schwachen Gegner, so Rausch. Fußball sei zum großen Teil Kopfsache. Wohl auch beim Fan, so Jacob, denn man scheint auch in den Blocks die Unsicherheit und Aufregung zu spüren.
  • Was ist dein Traum? Mal mit „Kocka“ deutscher Meister zu werden, so „Stoppel“.
  • Hast Du eine Ausbildung?
  • Was passiert in der Halbzeitpause?
  • Habt ihr ein Ritual?
  • Wie ist es, ein Tor zu schießen und alle Fans springen begeistert auf und jubeln?
  • Kommst du auch ohne Handy zurecht?
  • Habt ihr ausreichend Freizeit?
  • Wie seid ihr zum Fußball gekommen?
  • Achtet ihr darauf, was ihr anzieht?
  • Welches Spiel werdet ihr niemals vergessen?

 

Das erste. So beide. Das erste Bundesligaspiel, bei dem wir aufgelaufen sind, werden wir nicht vergessen. Und wir, die wir einige Stunden bei unserem Haus- und Hofverein verbracht haben? Wir werden unsere erste Medientagung nicht vergessen, die in einem gemeinsamen Photo aller Teilnehmenden auf der PK-Bühne ihren Abschluss fand.

 

Marita Eickmeyer, Robert-Bosch-Gesamtschule