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Bundesweit als einzige Schule ausgezeichnet Drucken E-Mail

UNESCO beruft Robert-Bosch-Gesamtschule in ihr Programm für nachhaltige Entwicklung

Die Robert-Bosch-Gesamtschule wurde jetzt als bundesweit einzige Schule und als herausragendes Beispiel für ihr Programm zur Erziehung zur Nachhaltigkeit von der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit, schon mal etwas davon gehört? Was genau ist das denn? Nachhaltigkeit: Nur so viele Ressourcen verbrauchen, dass nachfolgende Generationen die gleichen Chancen haben, diese Ressourcen zu nutzen, das ist das Konzept. Die UNESCO will, dass Kinder dies erfahren und begreifen. Sie zeichnet daher Bildungsprojekte aus, die genau dieses Thema nahe bringen. In seiner Laudatio sagte Professor Gerhard de Haan, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“: Die Robert-Bosch-Gesamtschule begreife sich als lernendes System, das sich immer weiter entwickele, das den Nachhaltigkeitsgedanken den Schülerinnen und Schülern nahe bringe, im Alltag als Umweltschule und in ihren zahlreichen Projekten wie Sommerschule, Baltic Sea Project und Afrikawoche. De Haan liegt diese Schule besonders am Herzen: Viele Schulen könnten sich, gerade was das soziale Lernen angehe, eine Menge bei der Robert-Bosch-Gesamtschule abschauen. Nun darf sich die Hildesheimer Gesamtschule „offizielles Dekade-Projekt der UNESCO – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nennen. Das ist schon die zweite Auszeichnung in Folge. Dafür erhielten als in Bonn anwesende Vertreter der Schule, Lydia Höllings, Erhard Thiesen und Christian Augustin mit der Urkunde auch Fahne und offiziellen UNESCO-Stempel. Diese darf die Robert-Bosch-Gesamtschule jetzt auch offiziell benutzen, als Dekade-Projekt der UNESCO.

In ganz Deutschland finden zur Zeit 250 Veranstaltungen der UNESCO statt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Dieter Offenhäuser, stellvertretender Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, machte die Relevanz der „Dekade für nachhaltige Entwicklung“ deutlich und bekräftigte die Forderung nach einem radikalen Mentalitätswandel in den Köpfen der Menschen. Und neben der Bildung sei auch die Politik gefragt – auch unter dem Eindruck der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise – die Rahmenbedingungen für die Umsetzung einer nachhaltig wirtschaftenden und handelnden Welt zu schaffen.

Diese Auftaktveranstaltung der UNESCO im Alten Rathaus in Bonn wurde dann aber insbesondere zum Forum, um im Beisein von Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann 15 besondere Projekte aus ganz Deutschland auszuzeichnen. Die große Vielfalt der Bewerbungen aus den Bereichen Schule, Verwaltung, Kommunen, Unternehmen und Ehrenamt zeige eindrücklich, in welch unterschiedlichen Bereichen interessierte Menschen sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren können. In der Laudatio zur Urkundenverleihung an die anwesenden Vertreter der Robert-Bosch-Gesamtschule, Christian Augustin, Lydia Höllings und Erhard Thiesen, wurden dann von den Laudatoren vor allem die Breite und Tiefe des schulischen Engagements hervorgehoben. Diese Schule, so Dieter Offenhäuser, habe es sich auf die Fahnen geschrieben, in den Bereichen Umwelterziehung, Lernen in Internationalen Bezügen und Soziales Lernen den UNESCO-Gedanken außergewöhnlich vorbildhaft umzusetzen. Projektarbeit sei zum integrierenden Bestandteil der Unterrichtsgestaltung geworden. Und dies, so der Generalsekretär, bei deutlicher Betonung des Leistungsgedankens.

„Wir haben unsere Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen“: dieses Motto der Veranstaltung machte eindringlich  deutlich, worum es bei der Erziehung zur Nachhaltigkeit geht.

Gerhard de Haan, Dieter Offenhäuser, Bärbel Diekmann, Christian Augustin, Lydia Höllings und Erhard Thiesen (v.l.n.r.) nach der Auszeichnung der Hildesheimer Schule im Bonner Rathaus

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